Monats-Archive: März 2014

Engagiert bis auf die Knochen

März 30, 2014 in Allgemein


Von Bernhard Haas (MM)

 

Sie gelten als Vorbilder der Gesellschaft und als Repräsentanten der Kurpfalz und darüber hinaus. Oft halten sie bei ihrer zumeist ehrenamtlichen Arbeit ganz selbstlos die Knochen für andere hin: In den Club der Knöchelträger wurden jetzt sechs neue Mitglieder – fünf Einzelpersonen und die Karnevalgesellschaft Lallehaag – für ihr soziales, kulturelles, geschäftliches oder närrisches Engagement aufgenommen.

Der Kreis der Knöchelträger hat sich bei der 30. Preisverleihung vergrößert.

© Prosswitz

 

Neben reinrassigem Kurpfälzisch schwäbelte es sogar in der einst kurfürstlichen Residenzstadt zwischen Neckar und Rhein: In seiner guten “Stubb”, dem Hotel Steigenberger Mannheimer Hof, hat der Club der Knöchelträger sechs neue Mitglieder aufgenommen. Mit Bezirks- und Landeskantor Johannes Michel, dem Garten- und Landschaftsbauer Jörn Schmitt, dem Urgestein der Mannheimer Musikszene Joachim Schäfer, dem Einrichtungsleiter der Mannheimer Tafel Uwe Mauch und der Hechinger Bürgermeisterin Dorothea Bachmann wird der Club um fünf auf unterschiedlichen Gebieten engagierte Menschen aus der – im 30. Jahr der Preisverleihung weiter gefassten – Region erweitert. Hinzu gesellte sich die KG Lallehaag, die mit dem Narrenknöchel für Vereine ausgezeichnet wurde.

 
 

Zu dem von Alleinunterhalterin Martina Vogt gespielten Titel “Atemlos durch die Nacht” sausten die Bedienungen durch den festlichen Saal und servierten fast in Windeseile – wie hätte es auch anders sein können – saftige Knochen mit Sauerkraut und Brot. Zwar blieb an der festlichen Abendgarderobe kein Stück Knochen hängen, dagegen wurde mit dem Anheften neuer Knöchel nicht gegeizt. Der erste Vorsitzende Franz Barth und sein Senatspräsident Gerd Flanjak hatten alle Hände voll zu tun, um Kultur-, Manager-, Narren-, Ehren- und Goldenen Knöchel an der richtigen Stelle des Revers anzuheften, ohne auf die Knochen zu stechen. Mit dem Lied “Ja so sin die Mannemer” von Joachim Schäfer ausgedrückt erweiterten die Knöchelträger für die Verleihung des Goldenen Knöchels kurzerhand die Kurpfalz bis hinein in das einstige Fürstentum Hohenzollern, nach Hechingen. “Sie reibt sich auf so ohn’ Geföchel, für die Bürger ihre Knöchel, so trete ein in uns’ren Kreis als Knöchelträger, wie man weiß … wir schenken jetzt in diesem Haus Dorothea Bachmann viel Applaus”, reimte Barth auf die Preisträgerin. Die berichtete über die in Hechingen gelebte schwäbisch-alemannische Fasnet, über “Aoselige Daoschtig” (unseliger Donnerstag) und “Lompameedig” (Lumpenmontag) und dem Ball der Zollerhexen oder Hudelgaibätscher, der vor 22 Jahren mit Hilfe von Franz Barth ins Leben gerufen wurde. Gerhart Sammet, der vorjährige “Kulturknöchel” , pries hintersinnig seinen Nachfolger Prof. Johannes Michel als Segen für die Christuskirche und Vorbild frommer Lebensfreude. “Sie haben mit ihren Kompositionen damit auch Eingang in das Knöchelverzeichnis gefunden”, stellte Sammet fest. “Tiefgerührt bis in den kleinsten Knöchel”, zeigte sich Michel. “Man sieht und hört ihn schnell. Er überragt aufgrund seiner Körperlänge mehr als 90 Prozent der Bevölkerung und ist auch kein Mann der leisen Töne”, berichtete Fody Pashalidis über den neuen Träger des Managerknöchels und “Feierbiest” Jörn Schmitt, der im Vorjahr als Prinz Jörn I. von Botanien zusammen mit Prinzessin Jana I. vom Lallehaag die Stadt Mannheim, die Kurpfalz und die Metropolregion repräsentierte. “Bereits als Zehnjähriger hat er in die Tasten gehauen”, formulierte der Ehrenpräsident der Fröhlich Pfalz, Hans Joachim “Jockel” Bender, über den Karrierebeginn des Trägers des Narrenknöchels Hans-Joachim-Schäfer.

Einen rasanten Schwenk von fettigem Essen zu hungernden Menschen schaffte “MM”-Redakteur und Jurymitglied Peter W. Ragge in seiner Laudatio über Sozialmanager Uwe Mauch vom Roten Kreuz, Leiter der Tafelläden Mannheim, Edingen-Neckarhausen und Hockenheim. Rund 5500 Haushalte werden täglich mit zehn Tonnen Lebensmitteln preiswert versorgt. Außerdem blickte der Geehrte auf 20 Auslandseinsätze in Flüchtlingslagern zurück. “Helfen haben Sie zum Beruf gemacht. Damit haben Sie sich die Knöchel für andere aufgerieben in Mannheim, der Region und der Welt”, sagte Ragge. Bei den Knöchelträgern stieß dies auf fruchtbaren Boden. Sie spendeten spontan 1111 Euro für die Tafel.

 

Claus Eisenmann und Lisa Fornaci steuerten nach gesanglichen Soli noch einen strahlenden Glanzpunkt bei. Ohne vorher auch nur einmal gemeinsam geprobt zu haben, boten sie als Duo mit “It’s Time to say Goodbye” einen stimmgewaltigen Abschluss.

„Wildboys“ aus Herxheim gewinnen zum vierten Mal in Folge das Männerballett-Turnier der KG Lallehaag

März 24, 2014 in Bildergalerie

 

„Tanzen ist unser Fußball“

Von  Daniela Biehl

 

Kostüme, Choreografie und Gesamtshoweindruck der Herxemer “Wildboys” sagten der Jury beim Turnier in der Kulturhalle mal wieder am ehesten zu.

© Prosswitz

 

Mitreißende Tänze in schrillen, bis fantasievoll gestalteten Kostümen, imposante Auftritte und lang eingeübte Choreografien: Tanzbegeisterte kamen auch beim 7. Mannheimer Männerballet-Turnier der KG Lallehaag wieder auf ihre Kosten. Die Feudenheimer Kulturhalle war bis auf den letzten Platz gefüllt und stand ganz im Zeichen von Rhythmus und Ausgelassenheit. Auf einer neuneinhalb Meter langen Bühne präsentierten sechs Tanzensembles ihre ausgefallenen Ideen.

 
 
 

Bewertet wurden sie von den fünf Jurymitgliedern Iris Joch (Organisatorin des Fasnachtszuges), Heike Warlich (Journalistin), Andreas Gemmel (ehemaliger Tänzer in Latein- und Standardformation), Birgit Ehhalt (Trainerin der Lallehaag-Suleiman) und George Wolf (Jury-Obmann) in den Kategorien Choreografie-Schrittkombination und Synchronität, Kreativität-Mimik-Gestik und dem stimmigen Gesamteindruck zwischen Kostümen, Musik und Requisiten. Für jeden Teilnehmer über 50 Jahren gab es noch einmal Extrapunkte.

Eigentlich aber, gebe es keine Gewinner oder Verlierer, betonte Werner Barth, Präsident der KG Lallehaag, der zusammen mit Jutta Jöhl durchs Programm führte. “Es geht um den Spaß beim Tanzen und um nichts anderes.” Deshalb erhalte auch jeder Teilnehmer einen kleinen Pokal und eine Urkunde. Um den Sieger trotzdem noch ein wenig hervorzuheben, gebe es den Suleiman-Wanderpokal. Den hatten die Feudenheimer Gastgeber dieses Jahr extra neu angeschafft, denn nachdem die Herxemer “Windboys” schon dreimal in Folge den Pokal gewonnen hatten, durften sie ihn im letzten Jahr behalten. Auch dieses Jahr waren die “Windboys” wieder mit an Board. Jürgen Föhlinger ist seit Anfang an, seit zehn Jahren, Tänzer im Herxemer Männerballett und war nun auch beim Turnier in Mannheim mit dabei. “Wir pflegen eine sehr gute Freundschaft mit den Männerballetten der Region, und es ist immer wieder mit viel Spaß verbunden, die anderen zu treffen.” Getanzt habe er schon immer gerne, und wenn es dem Publikum gefalle, sei das Gefühl auf der Bühne umso schöner.

 

Mit seinen Jungs und den Trainerinnen der Gruppe hatte er sich auch in diesem Jahr wieder etwas ganz besonderes überlegt. Als Joker verkleidet und mit entsprechend “verzerrter” Schminke sprangen die Männer auf die Bühne und erweckten die furchterregenden und irren Nuancen Jokers zum Leben. Als sie zu fetziger Musik in die Luft sprangen und ein Casino für sich eroberten, hatten sie auch den Nerv der erwartungsvollen Gäste getroffen – und wohl auch den der Jury, denn der Suleiman-Wanderpokal ging zum Ende des Abends wieder in ihre Hände.

 

Musikalische Zeitreise

 

Platz zwei ging an die Hasslocher “Gassebuwe”, die das Publikum auf musikalische Zeitreise schickten und zu den Songs von Elvis, Scatman oder 50 Cent tanzten. Das Männerballet der Löwenjäger landete mit seiner augenzwinkernden Hommage an spanischen Flamenco und Stiertanz mit einer Mischung aus Spiel und Eleganz auf dem dritten Podestplatz .

Nicht zu vergessen waren an diesem Abend auch die Trainerinnen im Hintergrund, die die Tanzgruppen über Monate hinweg angespornt hatten. Eine von ihnen war Stefanie Hoppinger. Einmal die Woche hatte sie mit dem Männerballet des Speyer CC geübt und das fast ein ganzes Jahr lang. “Das macht unwahrscheinlich viel Spaß – den Männern und mir. Tanzen ist unser Fußball.” Ihre Augen strahlen, während sie das erzählt. Ideen für ihre Auftritte, findet sie, wie auch andere Vereine, in Katalogen mit Kostümen. “Wenn ich die Kostüme sehe, kommen mir die Geschichten – und genau die wollen wir dann tänzerisch darstellen.” Auch wenn es ihr Männerballet nicht aufs Siegertreppchen geschafft hat, ist sie Stolz auf ihre Männer.

 

© Mannheimer Morgen, Freitag, 21.03.2014

Windboys gewinnen Männerballett-Turnier

März 15, 2014 in Bildergalerie

 

Grandioses Finale beim 7. Mannheimer Lallehaag Männerballett-Turnier. Im Casino-Outfit und Joker-Visage, sichern sich die Herxheimer Windboys den Gesamtsieg unter den sechs gemeldeten Gruppen.

FEUDENHEIM: Heringsessen der KG Lallehaag

März 10, 2014 in Presse


Striptease auf dem Friedhof

 

Das Klagen war laut und die Tränen flossen reichlich am Aschermittwoch im Foyer der Kulturhalle. Nur hin und wieder ertönte ein leises “Ahoi”. Das Heringsessen der KG Lallehaag war der familiäre und gelungene Abschluss einer langen Kampagne. In Reimform ließ Präsident Werner Barth – immer wieder unterbrochen von lautstarken Wehklagen der “Oberheulboje” Andreas Christmann – die erfolgreiche Kampagne noch einmal Revue passieren.

Jede Menge Spaß und Unterhaltung bei den Veranstaltungen des Feudenheimer Traditionsvereins sorgten für ausverkaufte Säle. Kritik übte Barth an den Auflagen des TÜV beim Großen Umzug in Ludwigshafen. “Und die Ordnungshüter werden immer unverschämter”, sagte er. “Wenn Bürokratie für Sicherheit soll stehen, dann kann das der Fasnachter nicht mehr verstehen”. Wenn das so weiter gehe, könne das kaum ein Verein noch bezahlen.

 

Deshalb ärgerte ihn auch der kritische Presse-Kommentar, der bemmängelte, dass es keinerlei Motivwagen mit Mannheimer Themen bei dem Umzug in Ludwigshafen gegeben habe. Wenn die Auflagen weiter stiegen, gäbe es bald gar keine Wagen mehr, so Barth.

 

Wenn die Narren Trauer tragen, ist der Hering auch nicht weit. Der “tote Fisch” – nach dem Rezept von Ingrid Larfeld mit Zwiebeln und Apfelstückchen – mundete den Gästen vorzüglich. Senatspräsident Klaus-Peter Becker hatte nicht nur die reich bestückte Tombola organisiert, sondern ehrte als Vorstandsmitglied der Bürgergemeinschaft, gemeinsam mit deren Vorsitzenden, Karlheinz Steiner, auch die Sieger des Feudenheimer Umzugs.

 

In einem kleinen Programm ließen die Feudenheimer Narren zum Abschluss die närrische Zeit noch einmal kurz aufleben. Auf vielfachen Wunsch präsentierten Hildegard (Ehrenvorsitzender Norbert Pauli) und Elsbeth (1. Vorsitzende Daniela Gruber) noch einmal ihren umwerfend komischen Sketch “Auf dem Friedhof”, wo die wilde Hilde zum Vergnügen der Zuschauer einen heißen “Striptease” hinlegte. -ost-

Kindermaskenball begeistert Groß und Klein

März 3, 2014 in Bildergalerie

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